Bescheidenheit mag eine Zier sein. Stefan Redelsteiner, der Betreiber des Wiener Plattenlabels Problembär, hält davon eher wenig. Mit schöner Regelmäßigkeit denkt er sich für die Veröffentlichungen seines Labels stets neue Superlative aus. "Unterm Strich steht das bis dato wohl bedeutendste Album in der Geschichte von Problembär, vollgestopft mit Hits für eine bessere Welt", heißt es am Ende der aktuellsten Pressetextprosa. Sie handelt von "Wut und Disziplin", dem zweiten Album der Wiener Band Das Trojanische Pferd. Geboten wird darauf deutschsprachiger Pop zwischen Zärtlichkeit und Zorn, der Widerborstigkeit schätzt, sich bei aller Lust an der Schroffheit aber auch durch eine eigenwillige Schönheit auszeichnet. Am Freitag wird dieses in der Tat sehr bemerkenswerte Album im Rahmen der Konzertreihe Wien.Musik präsentiert.

Ehrlichgesagt hab ich mich im Presse-text eh schon sehr zurückgehalten; meine ganz persönliche Meinung zu dem Album is ja: es ist megasupergigagenial... aber derartige Adjektiva muss ich mir für künftige Alben aufsparen, damit mir die Steigerungen nicht bereits jetzt ausgehen, he, he...






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